Epidot
Der Name »Epidot« bedeutet »Zugabe« (griech. epidosis). Epidot wurde von Hauy 1801 als eigenständiges Mineral identifiziert und so benannt, da sich die parallelogrammförmige Basis des Epidotkristalls gegenüber der rautenförmigen Basis ähnlicher Mineralien (Amphibole) um zwei verlängerte Seiten unterscheidet.
Fundgebiete
Epidot kommt weltweit vor. Bedeutende Vorkommen größerer Kristalle befinden sich in den genannten Ländern. Schneeflocken-Epidot stammt dabei aus Mexiko und Unakit aus Simbabwe, Madagaskar und Südafrika.
Mineralogie
- Entstehung
- PrimärTertiär
- Kristallsystem
- monoklin
- Mineralklasse
- Gruppensilikate
- Farbe
- Pistaziengrün, Schwarz, Grau, selten Gelb
Entstehung
Epidot entsteht mitunter primär, indem in Magmatiten bereits gebildete Feldspäte, Amphibole und Pyroxene durch die Einwirkung der heißen magmatischen Flüssigkeit zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal chemisch verändert und umgewandelt werden. Ähnliches kann tertiär bei Kontakt- oder Regionalmetamorphosen geschehen, wenn die umgewandelten Gesteine basisch und reich an Calcium und Aluminium sind.
Erscheinung
Epidot ist monoklin. Hydrothermal bildet er auf Drusen und Klüften flächenreiche, prismatische bis nadelige Kristalle mit längsgestreiften Seitenflächen oder stengelige bis radialstrahlige Aggregate (Rosstrevorit). Ansonsten erscheint er in Form derber bis körniger Massen, oft vermengt mit Feldspat (Schneeflocken-Epidot, Unakit) oder Quarz (Nundorit). Epidot ist meist grün (Pistazit), seltener gelb, braun, grau oder schwarz. Er zeigt starken Glasglanz. Varietäten sind Klinozoisit (eisenarm, hellgrün bis grünbraun), Piemontit (manganhaltig, rot), Tawmawit (chromhaltig, grün) und Withamit (rot).
Chemismus
Epidot ist ein basisches Calcium-Aluminium-Silikat mit einer Fülle an Fremdstoffen und Spurenelementen. Er zählt zur Epidot-Zoisit-Gruppe und zur Mineralklasse der Gruppe-Silikate, enthält jedoch auch Inselsilikat-Moleküle. Farbgebend ist das Eisen, je höher dessen Gehalt ist, desto dunkler wird die Farbe.
Bestimmungsmerkmale
- Mohshärte
- 6 – 7
- Dichte
- 3.35 – 3.5
- Spaltbarkeit
- vollkommen (Unakit: keine), muscheliger, splittriger Bruch
- Strichfarbe
- grau
- Transparenz
- durchsichtig bis durchscheinend (Unakit: undurchsichtig)
Verwechslungen und Unterscheidung
Als Kristall kann Epidot mit Vesuvian und Klinozoisit verwechselt werden, die ihm so ähnlich sein können, dass mineralogische Prüfungen notwendig sind. Unakit dagegen ist unverwechselbar.
Fälschungen
Fälschungen sind nicht bekannt.
Heilkunde
Spirituell
Seelisch
Epidot kann Erholung und Regeneration nach schweren Erkrankungen oder bei ausgeprägter Erschöpfung aufgrund von Überarbeitung, Belastung und schmerzhaften Erlebnissen fördern. Er kann die Stimmung aufhellen und so Trauer, Kummer und Selbstmitleid auflösen. Epidot kann außerdem helfen, Frustrationen aufgrund von Fehlschlägen zu überwinden, und lehren, sich wegen Fehlern nicht abzuwerten.
Mental
Körperlich
Im körperlichen Bereich wird Epidot nachgesagt, dass er die Konstitution und Kondition stärken soll, er soll das Immunsystem anregen und prinzipiell alle Heilungsprozesse unterstützen. Er soll daher zu anderen Mineralien hinzugegeben werden, wenn deren Wahl zwar richtig ist, die Wirkung sich jedoch nicht entfalten kann, da eine zu große Schwäche vorliegt. Epidot soll folgerichtig auch die Leber als unser zentrales Regenerationsorgan anregen, dadurch die Gallenproduktion fördern und so die Verdauungsprozesse im Dünndarm verbessern. Damit soll wiederum mehr Nährstoffe ins Blut aufgenommen werden, was zusätzlich aufbauend und stärkend wirken kann.
Anwendung
Epidot kann längere Zeit am Körper getragen werden.
Für geistige Wirkungen wird er am besten als Kristall auf die Stirn oder den Solarplexus aufgelegt.
Es empfiehlt sich außerdem der Aufenthalt in einem Epidot-Steinkreis.