Hornblende

Hornblende

Der Name Hornblende bezeichnete im Bergbau des 18. Jahrhunderts eine bestimmte Gruppe von Mineralien, zu welcher z.B. auch der Aktinolith zählte, und er bezog sich auf das dunkle, hornartige Erscheinungsbild dieser Mineralien und die Tatsache, dass sie trotz halbmetallischem Aussehen keine verwertbaren Erze waren, den Bergmann also »blendeten«, täuschten. Inzwischen erhielt diese Mineralgruppe den Namen Amphibole; der Name Hornblende selbst wird nur noch für ein bestimmtes Mineral der Gruppe verwendet.

Fundgebiete

Flagge von Italien
Italien
Vesuv
Flagge von Norwegen
Norwegen
Flagge von Schweden
Schweden
Flagge der Schweiz
Schweiz
Flagge von Tschechien
Tschechien

Mineralogie

Entstehung
Primär
Tertiär
Kristallsystem
monoklin
Mineralklasse
Kettensilikate
Farbe
Dunkelgrün, Dunkelbraun, Schwarz
Chemische Formel
Ca2(Na,K)(Mg,Fe)3(Fe,Al)2[(O,OH,F)2/Al2Si6O22] + Mn,Ti

Entstehung

Primär entsteht Hornblende aus intermediärem bis basischem Magma und findet sich daher als Gemengteil vieler Plutonite wie Hornblendegranit, Granodiorit, Diorit und Syenit sowie in Vulkaniten wie Trachyt, Phonolith, Andesit, Porphyrit und Basalt. Vorkommen primärer Entstehung gibt es weltweit, schöne magmatische Hornblendekristalle stammen jedoch vor allem aus den Basalttuffen Böhmens (Ceské Stredohori) und vom Vesuv, Süditalien.

Tertiär entsteht Hornblende bei der Metamorphose von Amphiboliten und manchen Glimmerschiefern. Sehr schöne Gesteine dieser Art sind z.B. Hornblendeschiefer aus der Schweiz und aus Skandinavien.

Erscheinung

Hornblende ist monoklin und bildet im Gestein eingewachsene, prismatische, säulige bis nadelige Kristalle, auch Zwillinge, sowie derbe, körnige, stengelige, radialstrahlige oder wirrfaserige Aggregate. Sie ist dunkelgrün, dunkelbraun oder schwarz und zeigt Pechglanz oder Fettglanz.

Chemismus

Hornblende zählt zur Amphibol-Gruppe und zur Mineralklasse der Kettensilikate. Die Mineralstoff-Vielfalt der Hornblende rührt daher, dass sie eine »weitmaschige« Silikat-Doppelketten-Struktur besitzt, in die Ionen verschiedenster Größe eingebaut werden können. Insofern ist die genannte chemische Formel auch nur eine Angabe durchschnittlicher Mengenverhältnisse.

Steinstruktur der Hornblende

Bestimmungsmerkmale

Mohshärte
5.5  – 6
Dichte
3.02  – 3.27
Spaltbarkeit
vollkommen
Strichfarbe
grünlich bis bräunlich grau
Transparenz
undurchsichtig bis durchscheinend

Verwechslungen und Unterscheidung

Hornblende kann mit anderen Amphibolen, Augit und anderen Pyroxenen sowie Turmalin (Schörl) verwechselt werden. Die Unterscheidung ist hier oft nur mineralogisch möglich.

Fälschungen

Es gibt keine Fälschungen.

Heilkunde

Spirituell

Hornblende repräsentiert Einheit und Integration.

Seelisch

Hornblende kann helfen, Gefühle der Zerrissenheit und zwanghafte Anspannung zu lösen.

Mental

Hornblende kann helfen, Gegensätze zu verbinden, selbst wenn man verschiedene Anteile der eigenen Persönlichkeit als so unvereinbar empfindet, dass es unmöglich ist, sie gleichzeitig zu leben. In diesem Fall kann Hornblende helfen, allen Bereichen abwechselnd den benötigten Raum zu geben.

Körperlich

Im körperlichen Bereich wird Hornblende nachgesagt, dass sie die Aufnahme von Mineralstoffen und Vitaminen im Dünndarm fördern und die Nieren darin unterstützen soll, den Elektrolythaushalt des Körpers stabil zu halten. Sie soll bei Beschwerden des Mittel- und Innenohrs sowie aufgrund der seelischen Harmonisierung auch bei vielen psychosomatischen Erkrankungen helfen.

Anwendung

Zur körperlichen Anwendung wird Hornblendeschiefer direkt auf die Haut aufgelegt. Zur Verarbeitung seelisch-geistiger Probleme wird er am besten mehrere Tage lang unter das Kopfkissen gelegt.

Indikationen

Mittelohrentzündung
Nierenstärkung